Rot-Weiß-Club Gießen e.V.
Tanzclub seit 1929
... aus Spaß am Tanzen!

14.11.2015: Sensationelles Ergebnis für Standardformation des Rot-Weiß-Clubs bei DM in Bremen

Fantastischer Auftakt in der 1. Liga mit Platz sechs! Wir gratulieren dem Team ganz herzlich!

Am vergangenen Samstag war es soweit: die Standardformation des Rot-Weiß-Clubs Gießen tanzte ihr erstes Turnier in der 1. Bundesliga. Und dies war nicht irgendein Turnier, sondern die Deutsche Meisterschaft der Formationen. In Bremen gelang den Gießenern ein sensationelles Ergebnis, mit einem emotionalen Durchgang der „Bohemian Rhapsody“ in der Vorrunde qualifizierten sie sich für die Zwischenrunde und belegten dort den fantastischen sechsten Platz.

Die Bremer ÖVB-Arena war die große Kulisse für die diesjährigen Deutschen Meisterschaften der Formationen im Standard- wie im lateinamerikanischen Tanz. Die jeweils acht besten Mannschaften Deutschlands beider Sektionen standen auf dem Parkett der vielfach Welt-, Europa- und deutschen Meisterschaften im Formationstanz erprobten Halle. Und wenn in Bremen Deutsche Meisterschaft ist, ist die Halle erfahrungsgemäß voll. Mehr als 9500 Zuschauer erwartete Jens Steinmann, 1. Vorsitzender des ausrichtenden Grün-Gold-Club Bremen, in der Arena auf den Tribünen und wurde nicht enttäuscht.

Acht Standardformationen waren in Bremen am Start, um ihren Deutschen Meister zu ermitteln: Aus Niedersachsen Titelverteidiger und Favorit Braunschweiger TSC, TSC Schwarz Gold Göttingen und der TCH Oldenburg, aus Baden-Württemberg gehört der 1. TC Ludwigsburg ebenfalls zum Favoritenkreis, Bayern schickte die Formation des Rot-Gold Casino Nürnberg ins Rennen und aus Hessen kamen die drei Neulinge in der 1. Bundesliga mit dem Rot-Weiß-Klub Kassel, den Nachrückern TSG Terpsichore TSA Friedberg und dem Rot-Weiß-Club Gießen. 
Neu war auch das internationale Wertungssystem, das in Bremen erstmals bei einer deutschen Meisterschaft eingesetzt wurde, statt bisher neun nahmen nun insgesamt zwölf Juroren die Teams unter die Lupe, jeweils drei Wertungsrichter hatten die Aufgabe, ausschließlich eines der insgesamt vier Wertungsgebiete zu beurteilen, um damit die bestmögliche Vergleichbarkeit zu gewährleisten.

Der Rot-Weiß-Club Gießen, der in diesem Frühjahr als Zweitplatzierter der 2. Bundesliga den Aufstieg in das Oberhaus der Standardformationen geschafft hatte, hatte sich für die neue Liga hohe Ziele gesteckt. So arbeitete man nach einer kurzen Trainingspause gleich nach Ostern weiter an der Perfektionierung der Choreographieausführung von „Bohemian Rhapsody“ zur Musik der Rockband Queen. Das Trainergespann Marc Bieler und Sandra Mösch, beide eigentlich in Oberhausen zu Hause, aber schon seit Jahren im Trainerstab des Lahnstadtteams wohlbekannt, wollte aus seinem Team alles herauskitzeln. Viele Trainingseinheiten an den Wochenenden, aber auch unter der Woche und zuletzt ganze Wochenendtrainingslager sorgten für eine optimale Vorbereitung der Mannschaft. Einen direkten Konkurrenten aus dem eigenen Land hatte man mit Kassel, den Siegern der 2. Liga 2015, direkt vor der Nase und die schon seit längerem in der 1. Bundeliga befindlichen Formationen sind leistungsmäßig auch nicht zu unterschätzen, die deutsche Spitze gehört zudem auch der Weltspitze an. Harte Konkurrenz, die hartes Training erforderte, was sich am Ende auszahlen sollte.

Die Gießener, die bereits am Freitag nach Bremen anreisten, waren schon in der Stellprobe zufrieden und fühlten sich in der doch für sie ungewohnt riesigen Halle mit sehr hohen Tribünenrängen schnell wohl. Unterstützt wurde das Rot-Weiß-Team von zahlreichen heimischen Fans, die es sich nicht nehmen ließen, die Mannschaft in die Hansestadt zu begleiten. Selbstverständlich saß auch das Ehepaar Böhm vom Hauptsponsor „Sannes Stickdesign“ (www.sannes-stickdesign.de)  als Unterstützung auf der Tribüne in der ÖVB-Arena.
In der Vorrunde mit allen acht Teams lieferten die acht Paare aus Gießen einen astreinen Vortrag ab, emotionsgeladen brachten sie die Queen-Chorographie auf das Parkett. Und Emotionen brachen auch hervor, als die Verkündung der Qualifikanten für die Zwischenrunde erfolgte: der Rot-Weiß-Club Gießen war als einziges Team aus Hessen noch mit dabei! Es blieb Zeit genug für das Team, um sich wieder zu sammeln und auf seinen nächsten Durchgang zu konzentrieren, erst in der Abendveranstaltung ab 20 Uhr hieß es für die Akteure wieder raus aufs Turnierparkett.

Direkt hinter dem 1. TC Ludwigsburg, einem der beiden Favoriten auf den deutschen Meistertitel, musste das Rot-Weiß-Team in der Zwischenrunde auf die Fläche. Doch die Gießener ließen sich nicht beirren und zeigten abermals einen souveränen Choreographiedurchgang. Auch die neuen Kleider der Damen mit leuchtend gelben Röcken sorgten für einen wahrhaft strahlenden Auftritt der Gießener. Platz sechs wurde es dann am Ende für die Akteure von Rot-Weiß, die damit für sich ein sensationelles Ergebnis bei ihrem ersten Auftritt in der 1. Bundesliga einholten, von dem sie im Vorfeld allenfalls zu träumen gewagt hätten. Sehr zufrieden war auch die Trainer Marc Bieler und Sandra Mösch über den super Auftakt in der obersten Liga.

Ein Herzschlagfinale lieferten sich die beiden Favoriten Ludwigsburg und Titelverteidiger Braunschweig unter den verbliebenen vier Teams der Endrunde. Eine hauchdünne Entscheidung brachte diesmal dem 1. TC Ludwigsburg mit einer ganz jungen Mannschaft den deutschen Meistertitel ein, Braunschweig mit seinem Trainer Rüdiger Knaack nahm die Silbermedaille entgegen. Bronze holte sich das Göttinger Team vor der Nürnberger Mannschaft.

Sehr spannend ging es auch bei den Lateinformationen zu, denn Titelverteidiger und Gastgeber Grün-Gold Bremen A hütete in diesem Jahr seine neue Choreographie wie einen Schatz. Mit einer Neuauflage von „Rocky“ zog das Team aber alle Register und war eine Liga für sich. Unumstritten holten die Gastgeber den neunten deutschen Meistertitel auf heimischen Boden. Die Formationsgemeinschaft Aachen/Düsseldorf sicherte sich den Vizemeistertitel, bevor die Bremer B-Mannschaft das Gastgeberergebnis mit einer Bronzemedaille perfektionierte.

Ergebnisse Standard
1. 1. TC Ludwigsburg (36,00)
2. Braunschweiger TSC A (35,54)
3. TSC Schwarz-Gold im ASC von 1846 Göttingen A (31,17)
4. TSC Rot-Gold-Casino Nürnberg A (29,53)
—–
5. T.C.H. Oldenburg A
6. Rot-Weiß-Club Gießen A
—–
7. Rot-Weiß-Klub Kassel A
8. TSG Terpsichore TSA Friedberg A
 

Ergebnisse Latein
1. Grün-Gold-Club Bremen A (37,00)
2. FG TSZ Aachen / TD TSC Düsseldorf Rot-Weiß A (33,36)
3. Grün-Gold-Club Bremen B (32,57)
4. FG TTC Rot-Weiss-Silber Bochum/TSZ Velbert A (32,06)
—–
5. TSk im TSV Buchholz von 1908 A
6. 1. TC Ludwigsburg A
—–
7. Ruhr-Casino des VfL Bochum A
8. TSC Walsrode A